Warum „noch gesünder essen“ oft nicht reicht
Viele Menschen, die sich mit Ernährung und Gesundheit beschäftigen, sind erstaunlich diszipliniert. Sie kaufen hochwertig ein, lesen Zutatenlisten, meiden Zucker, greifen zu Vollkorn, achten auf ausreichend Frischkost und nehmen vielleicht auch das eine oder andere Nahrungsergänzungsmittel – natürlich hochwertig und aus natürlichen Rohstoffen.
Und doch bleibt bei vielen das Gefühl, dass sich der erhoffte Effekt nicht so richtig einstellen will bzw. dass die erhoffte Heilung oder Klarheit irgendwie ins Stocken geraten ist.
Es zeigt sich somit immer wieder, dass Gesundheit nicht automatisch dadurch entsteht, dass wir immer mehr „Gutes“ hinzufügen. Im Gegenteil. Der Körper ist kein Projekt, das sich durch stetige Optimierung zu Höchstleistungen treiben lässt. Er ist ein fein abgestimmtes System, das vor allem eines braucht: Entlastung und auch mal etwas Ruhe.
Verdauung, Stoffwechsel, Leber, Darm und auch das Nervensystem arbeiten rund um die Uhr. Selbst hochwertige Nahrung bedeutet Arbeit. Wenn dann noch Dauer-Snacks, Genussmittel, Stimulanzien, ständig wechselnde Reize und ein voller Terminkalender dazukommen, entsteht ein Zustand permanenter Aktivierung. Das ist kein Drama, aber eben auch nicht günstig für die Regeneration.
Wir Fastenkursleiter leben davon, dass viele spüren, dass etwas zu viel geworden ist. Nicht mal unbedingt falsch, nur eben zu viel.
Ich empfehle deshalb, einen Perspektivwechsel vorzunehmen.
Entlastung statt Disziplin
Entlastungstage sind weder eine Diät, noch ein Trainingsprogramm für Willenskraft. Und schon gar keine Bestrafung für „Sünden“. Sie sind eine Einladung, den Körper für eine gewisse Zeit von Aufgaben zu befreien, die sonst selbstverständlich von ihm erledigt werden.
Der große Unterschied zur klassischen Verzichtslogik liegt in der inneren Haltung. Es geht nicht darum, etwas „nicht zu dürfen“, sondern darum, dem Körper Raum zu geben.
In unseren Fastenkursen beginnen unsere Teilnehmer immer mit einer 10-tägigen Entlastungsphase, die zwar außerhalb des Kurses durchgeführt – also jeder für sich zu Hause – und von uns intensiv mit regelmäßigen und genauen Informationen begleitet wird. Dabei wird von Tag zu Tag immer etwas anderes zusätzlich weggelassen, beginnend mit den Sucht- und Genussmitteln.
Die Teilnehmer sind alle anders und leben in verschiedenen Situationen. So kommen sie am ersten Kurstag alle unterschiedlich gut vorbereitet zum Treffen. Und immer wieder erhalte ich die Rückmeldung von denjenigen, die sich auf die Entlastungstage mit Freunde und Neugier komplett eingelassen haben, dass sie sich schon jetzt so gut wie lange nicht mehr fühlen und dass sie bezweifeln, dass das Fasten ihren aktuellen Zustand noch verbessern könne.
Es zeigt sich also, dass Entlastung nicht wirkt, weil wir etwas Besonderes tun, sondern weil wir vieles lassen.
Es geht nicht darum, etwas „nicht zu dürfen“, sondern darum, dem Körper Raum zu geben.
Wenn das Regal voller Pillen steht – warum auch „Gesundes“ zur Belastung werden kann
Ein Thema, das mir in den letzten Jahren immer häufiger begegnet, ist der Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln. Oft beginnt es harmlos mit einer kleinen tägliche Vitamin-D-Tablette. Vielleicht noch Vitamin B12. Dann noch Probiotika für den Darm. Später noch Omega-3, Spurenelemente, Adaptogene, Pulver, Brausetabletten, Trinkampullen …
Was ursprünglich als Unterstützung gedacht war, wächst bei manchen zu einem regelrechten Ritual heran. Morgens, mittags, abends. Vor dem Essen, nach dem Essen, während des Essens. Mit Wasser, ohne Wasser … Und plötzlich steht da ein ganzes Regal voller Mittel, die dabei helfen sollen, den Körper zu optimieren.
Aber auch dieser tägliche Mix will verarbeitet werden. Jede Kapsel, jedes Pulver ist ein Reiz und eine Aufgabe für Verdauung, Leber und Ausscheidungsorgane. Selbst dann, wenn es sich um „natürliche“ Produkte handelt.
Und ist es nicht auch paradox? Tut man das schließlich nicht alles, um nicht irgendwann abhängig von Pillen & co. zu sein?
Viele sind jedenfalls überrascht, wenn sie an Entlastungstagen alle diese Mittel einmal weglassen. Nicht selten berichten sie schon nach wenigen Tagen – eine kurze unangenehme Entzugsphase sei dem Körper erlaubt – von mehr innerer Ruhe, besserem Schlaf, strahlender Haut oder einem ruhigeren Bauch. Es ist, als würde der Körper aufatmen.
An dieser Stelle ist mir eine Haltung besonders wichtig. Sie geht zurück auf Sebastian Kneipp, der es schlicht und treffend formulierte:
„Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel.“
Das bedeutet nicht, dass ich grundsätzlich gegen Nahrungsergänzungsmittel bin. In bestimmten Situationen können sie sinnvoll sein. Aber sie ersetzen keinen Lebensstil. Und sie dürfen kein Dauerpflaster werden, das darüber hinwegtäuscht, dass der Körper eigentlich Entlastung bräuchte.
Gerade Entlastungstage sind eine wunderbare Gelegenheit, diesen Kreislauf einmal zu unterbrechen, mal nichts hinzuzufügen, nichts kompensieren zu wollen, sondern dem Körper zuzutrauen, sich selbst zu regulieren. Diese Erfahrung wirkt oft tiefer als jeder neueste Schrei auf dem NEM-Markt.
Viele merken dabei erstmals wieder, wie gut sich „genug“ anfühlt.
Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel.
Sebastian Kneipp
Kurze Selbstprüfung (still für dich)
Wenn du magst, beobachte einmal ganz ehrlich:
- Wie viele Mittel nimmst du täglich ein?
- Aus Vertrauen, oder aus Sorge, etwas zu verpassen?
- Wie würde es sich anfühlen, sie für ein paar Tage ruhen zu lassen?
Nur als Erfahrung, und nicht als Entscheidung fürs Leben.
Was an Entlastungstagen bewusst weggelassen wird - und warum
Entlastungstage leben nicht von komplizierten Regeln, sondern von Klarheit. Es geht nicht darum, alles gleichzeitig zu verändern, sondern gezielt jene Faktoren wegzulassen, die den Körper im Alltag am meisten beanspruchen.
Genussmittel (und warum es sich anfangs oft schlechter anfühlt, bevor es besser wird)
Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Alkohol, Süßigkeiten … sie alle haben eines gemeinsam: Sie wirken nicht nur anregend oder entspannend, sondern eingreifend. Sie verändern kurzfristig unseren Stoffwechsel, unser Nervensystem und unsere Wahrnehmung von Energie und Vitalität.
Wer diese Genussmittel an Entlastungstagen weglässt, erlebt deshalb nicht immer sofort Erleichterung. Das ist wichtig zu wissen, um eventuelle Unannehmlichkeiten annehmen zu können.
Denn in den ersten Tagen können tatsächlich Entzugserscheinungen auftreten:
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit oder Benommenheit
- Reizbarkeit
- ein Gefühl von „Ohne das geht es nicht“
- Kreisen der Gedanken um Kaffee, Süßes oder andere Gewohnheiten
Diese Symptome sollten nicht so interpretiert werden, dass Entlastung dem Körper schadet. Im Gegenteil: Sie zeigen, dass sich der Organismus von gewohnten Stimulanzien löst und beginnt, seine eigene Regulation wieder hochzufahren.
Besonders tückisch ist dabei Koffein. Viele denken dabei ausschließlich an Kaffee oder schwarzen Tee. Aber Koffein steckt auch in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln, etwa in Form von Grüntee-Extrakten, Guarana, Mate, „natürlichen“ Wachmachern oder sogenannten Fokus- und Energiepräparaten.
Wird all das an Entlastungstagen weggelassen, kann sich der Körper zunächst leer, kraftlos oder unerquicklich anfühlen. Manche bekommen Kopfschmerzen und frieren, andere fühlen sich wie „abgeschnitten“ von ihrer gewohnten Leistungsfähigkeit oder sind permanent müde.
Deshalb ist der Gedanke
„Ohne diese Mittel geht es bei mir einfach nicht.“ absolut nachvollziehbar.
Doch genau bei diesem Thema lohnt es sich, innezuhalten. Diese Reaktion ist kein Beweis für eine Notwendigkeit – sie ist ein klassisches Entzugssignal. Der Körper hat sich daran gewöhnt, von außen stimuliert zu werden. Wenn diese Stimulation wegfällt, braucht das Nervensystem Zeit, um wieder in die Eigenregulation zu finden.
Es ist deshalb wichtig, diese Phase nicht falsch zu interpretieren.
Entlastungstage „tun nicht schlecht“, nur weil sich die ersten Tage ungewohnt oder unangenehm anfühlen. Im Gegenteil. Genau diese vorübergehenden Symptome sind oft der Übergang von äußerer Stimulation zu innerer Stabilität.
Viele beobachten, dass nach einigen Tagen der Kopf klarer wird, die Energie gleichmäßiger, der Schlaf tiefer.
Und das Bedürfnis nach Kaffee, Süßem oder stimulierenden Mitteln nimmt spürbar ab.
Gerade bei Supplementen mit anregender Wirkung ist diese Erfahrung oft ein Augenöffner. Nicht wenige stellen fest, dass sie diese Produkte weniger aus Mangel, sondern aus Gewohnheit oder aus Angst vor Leistungseinbruch eingenommen haben.
Entlastungstage laden dazu ein, diese Abhängigkeiten einmal freundlich und mit Neugier zu hinterfragen.
Manchmal kehrt das Vertrauen zurück, dass der Körper mehr kann, als wir ihm oft zutrauen, wenn wir ihn lassen.
Zucker und Auszugsmehle
Zucker und stark verarbeitete Mehle sorgen für schnelle Energie, allerdings auch für schnelle Schwankungen. Blutzucker, Insulin, Hunger und Stimmung geraten in ein ständiges Auf und Ab. Hinzu kommt, dass sie keine Vitalstoffe liefern, wohl aber viele während ihrer Verstoffwechslung verbrauchen. Auch das führt zu Heißhunger. Wird darauf verzichtet und der Fokus stattdessen auf Gemüse – roh oder gedünstet – gelegt, entsteht oft überraschend schnell ein Gefühl von innerer Stabilität und Sättigung.
Tierisches – mit einer wichtigen Differenzierung
An dieser Stelle ist mir eine klare Unterscheidung wichtig.
Wenn wir an Entlastung denken, geht es nicht darum, pauschal alle tierischen Produkte zu verteufeln. Entscheidend ist, welcher Anteil entlastet und welcher belastet.
Und hier kommt möglicherweise eine Überraschung für dich:
Produkte mit hohem Eiweißgehalt, insbesondere aus Milch, Fleisch und Eiern, stehen bei Entlastungstagen bewusst im Hintergrund, weil wir in unserer heutigen Ernährung seit Jahrzehnten ein massives Überangebot davon haben. Diese dauerhafte Eiweißfülle – man könnte fast von einer Eiweißmast sprechen – wird durch Fitness-Trends und Muskel-Versprechen durch Protein zusätzlich befeuert.
Aus der Fastenforschung – und auch indem wir Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum und ihre Ernährung beobachten – wissen wir, dass der Körper weit weniger Eiweiß von außen braucht, als viele glauben. Besonders erhitztes tierisches Eiweiß ist eine arge Belastung für den Stoffwechsel und wird teilweise im Bindegewebe und in den Blutgefäßen abgelagert, weil der Körper diese veränderte Struktur des Eiweißes nicht verarbeiten kann. Die meisten tierischen Produkte, wie Eier, Fleisch und Wurst, nehmen wir erhitzt oder verarbeitet zu uns. Milchprodukte kommen bereits erhitzt in den Handel, weil es das Gesetz so vorsieht.
Somit braucht unser Körper regelmäßig Phasen, in denen er überschüssige Eiweißablagerungen abbauen kann. Dafür sind Entlastungstage unter anderem da. Sie geben dem Organismus die Gelegenheit, sich von sogenannten Eiweißverschlackungen zu lösen, ohne gleichzeitig neues Material nachgeliefert zu bekommen. Während der Entlastungstage bezieht der Körper – genau wie beim Fasten – seinen Eiweißbedarf aus genau diesem eingelagertem Überschuss sowie aus eigenem „Eiweißmüll“ der tagtäglich durch das Absterben alter Zellen und Bakterien im Körper anfällt. Aber auch Gemüse und Vollkornprodukte liefern qualitativ hochwertige und gut zu verarbeitende Eiweiße, besonders, wenn sie im rohen Zustand (Salat und Frischkornmüsli) verzehrt werden. Dass Qualität vor Quantität geht, solltest du dir gerade in deiner Entlastungswoche vor Augen halten.
Mit tierischen Fettprodukten – und das mag jetzt überraschen – verhält es sich anders. Butter, Sahne oder Schmalz – in Maßen verwendet – sind für den Körper deutlich bekömmlicher, während auf raffinierte Pflanzenfette (Margarinen oder billige Bratöle) besser verzichtet werden sollte. Naturbelassene tierische Fette belasten Stoffwechsel und Leber deutlich weniger als industriell veränderte Fette.
Entlastung bedeutet hier also nicht fettarm, sondern verarbeitungsarm.
Nahrungsergänzungsmittel
Auch sie dürfen an Entlastungstagen pausieren, und zwar aus Vertrauen in den eigenen Körper. Jede Kapsel und jedes Pulver ist eine Aufgabe für den Körper. Wird all das einmal weggelassen, entsteht Raum für Eigenregulation. Viele sind überrascht, wie schnell sich ohne diesen täglichen Mix nach wenigen Tagen mehr Energie, Klarheit und ein angenehmes Körpergefühl einstellen.
Praktische Beispiele – Entlastung im Alltag und die Entlastungswoche als Masterclass
Entlastung muss nicht groß sein, um zu wirken. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit und die innere Haltung.
Mini-Entlastung im Alltag
Schon kleine Veränderungen können viel bewirken:
- abends nichts mehr essen
- ein paar Tage ohne Kaffee und Alkohol
- Süßes bewusst pausieren
- weniger Eiweiß, mehr Gemüse
- Nahrungsergänzungsmittel ruhen lassen
Diese Mini-Schritte sind ein guter Einstieg. Sie motivieren, weil sie spürbar entlasten, ohne das Leben auf den Kopf zu stellen.
Ein Entlastungstag pro Woche
Ein fester Entlastungstag pro Woche kann zu einem Anker werden.
An diesem Tag:
- iss überwiegend Gemüse
- iss einfache warme Mahlzeiten oder Rohkost-Salate
- vermeide tierisches Eiweiß (fettarme Milch-, Fleisch-, Eiprodukte)
- verzichte auf Genussmittel
- pausiere deine Supplemente
Rückmeldungen haben gezeigt, dass sich viele nach diesem Tag nicht eingeschränkt, sondern gesammelt fühlen, ruhiger und mehr bei sich.
Die Entlastungswoche – die Masterclass für den Alltag
Wer den Entlastungstag nicht mehr als Herausforderung wahrnimmt und das Gefühl hat „da geht noch was“, kann hier gern einen Schritt weiter gehen und 2x im Jahr – oder öfter – eine ganze Entlastungswoche einlegen.
Über fünf bis sieben Tage werden Genussmittel, Zucker, Auszugsmehle, eiweißreiche tierische Produkte und Nahrungsergänzungsmittel konsequent weggelassen. Der Fokus liegt auf:
- viel Gemüse, roh und schonend gegart
- einfachen Zubereitungen
- ausreichend naturbelassenen Fetten
- Salaten aus regionalem Gemüse
- Ruhe, Bewegung, frischer Luft
Die Entlastungswoche ist eine echte Alternative für alle, die nicht fasten möchten oder können und zugleich eine wunderbare Vorbereitung für jene, die später tiefer gehen wollen.
Fasten bleibt die Königsdisziplin. Aber Entlastung ist der Weg dorthin.
Für wen Entlastungstage besonders geeignet sind und wann Vorsicht sinnvoll ist
Entlastungstage eignen sich für fast alle Menschen. Besonders empfehlenswert sind sie für alle, die spüren, dass „immer weiter optimieren“ sie eher müde als gesund macht. Besonders hilfreich sind sie für Menschen,
- die sich gesund ernähren und dennoch unter Müdigkeit, innerer Unruhe oder Verdauungsbeschwerden leiden
- die Respekt vor dem Fasten haben oder es aktuell nicht in ihren Alltag integrieren können
- die neugierig sind, wie sich ihr Körper ohne Dauerreize anfühlt
- die einen sanften Einstieg in eine gesündere Lebensweise suchen, ohne gleich alles umzustellen
Entlastungstage sind niedrigschwellig, alltagstauglich und dennoch wirkungsvoll. Sie lassen sich gut mit Familie, Beruf und sozialen Verpflichtungen vereinbaren, was ein Vorteil gegenüber dem Fasten nach Buchinger oder anderen Fastenarten ist.
Gleichzeitig gilt aber auch hier, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte mitbringt. Bei stark zehrenden Erkrankungen, Essstörungen, starkem Untergewicht oder in besonderen Lebensphasen ist eine individuelle Beratung und Begleitung sinnvoll. Entlastung soll unterstützen und keinen zusätzlichen Schaden anrichten.
Wichtig ist mir an dieser Stelle der Gedanke, dass Entlastung kein Wettkampf ist. Auch kein Beweis von Disziplin und schon gar kein moralischer Maßstab. Sie ist ein Angebot an den Körper, und der entscheidet, wie er darauf antwortet.
Fazit – Entlastung als Einladung, Fasten als Königsdisziplin
Entlastungstage zeigen eindrucksvoll, wie viel Veränderung möglich ist, wenn wir weniger tun. Also weniger Verarbeitetes essen, weniger Stimulanzien konsumieren, aber auch weniger kompensieren. Stattdessen können wir mehr Raum lassen für das, was der Körper von sich aus regulieren kann.
Viele erleben durch Entlastung erstmals wieder ein Gefühl von innerer Ordnung. Der Appetit wird klarer, das Energielevel gleichmäßiger, der Kopf ruhiger. Und das alles, ohne etwas hinzuzufügen, sondern indem wir uns erlauben, ein paar Dinge wegfallen zu lassen.
Und doch darf eines klar benannt werden:
Fasten ist und bleibt die Königsdisziplin.
Während Entlastungstage dem Körper Pausen schenken, geht das Fasten einen Schritt weiter. Es eröffnet tiefere Regenerationsprozesse, eine umfassendere Reinigung und nicht selten auch eine geistige Klarheit, die im Alltag selten erreicht wird. Fasten ist kraftvoll, transformierend, allerdings nicht immer alltagstauglich.
Entlastungstage sind deshalb kein Ersatz aus Bequemlichkeit, sondern eine wertvolle Alternative.
Gesundheit entsteht nicht durch Extreme, sondern durch stimmige Schritte. Und manchmal ist der wichtigste Schritt der, etwas wegzulassen.
In diesem Sinne wünsche ich dir, dass auch du im Weglassen nicht Verlust, sondern Entlastung entdeckst, und im Einfachen wieder mehr Wohlbefinden.
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Entlastung beginnt oft im Kleinen.
Und manchmal mit einem neuen Blick.