Ungarische Lángos – ein vollwertiges Rezept ohne tierisches Eiweiß

Nachdem ich einer Klientin geraten hatte, nicht nur auf Fabrikzucker, Auszugsmehle und raffinierte Fette zu verzichten, sondern auch auf (erhitztes) tierisches Eiweiß, bat sie mich um ein alternatives Rezept für ungarische Lángos. Bisher kannte ich tatsächlich nur den verführerischen Geruch dieser Spezialität. Ob mein entwickeltes Rezept dem Originalgeschmack nahekommt, kann ich daher nicht sicher sagen, aber mein Experiment ist definitiv lecker geworden.
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Jenny

Jenny ist unsere Fachfrau für Ernährung und Fasten und betrachtet die Welt durch eine ganzheitliche Linse. Für Jenny ist der Mensch nicht nur ein physisches Wesen, sondern ein komplexes Zusammenspiel von Körper, Geist und Umwelt. Als Ernährungsexpertin ist sie davon überzeugt, dass die Wahl dessen, was wir essen, einen erheblichen Einfluss auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Umwelt hat.

Überblick

Ein Hinweis vorweg

Ich bevorzuge bei Teigprodukten stets eine lange Teigführung, da sich beim längeren Ruhen der Stärkeanteil und das Gluten des Mehls verringern, und unter anderem der Vitamin B12-Gehalt steigt. Im Rezept habe ich verschiedene Hefemengen angegeben. Je nachdem, wie viel Zeit du deinem Teig geben kannst, solltest du die richtige Hefemenge wählen.

Ungarische Lángos – ein vollwertiges Rezept ohne tierisches Eiweiß

Portionen

10

Portionen

Zutaten

  • Brotteig
  • 500 g Dinkelvollkornmehl, frisch gemahlen

  • 1/6/20 g Frischhefe

  • 7 g Salz, naturbelassen

  • 1 EL Honig, kaltgeschleudert

  • 15 g Olivenöl, nativ, kaltgepresst

  • 300-400 ml Wasser

  • 1 l Bio-Bratöl zum Frittieren, kaltgepresst

  • Knoblauch-Creme
  • 1 Becher Schmand, frisch, nicht hocherhitzt

  • 1 Becher Crème fraîche

  • 3 Knoblauchzehen

  • 1 EL frische Kräuter, z.B. Petersilie und Schnittlauch

  • 1 TL Weißweinessig

  • Salz, naturbelassen

  • bunter Pfeffer aus der Mühle

So geht’s

  • Lángos-Brote
  • 400 ml Wasser abmessen und bereitstellen.
  • Die Hefe in ca. 1/3 des Wassers auflösen und zum Mehl geben.
  • Das Salz ebenfalls in ca. 1/3 des Wassers auflösen und ebenfalls zum Mehl geben.
  • Olivenöl und Honig zugeben, und mit den Händen alles ca. 5 min zu einem weichen, aber formbaren Teig verkneten.
  • Restliches Wasser nach und nach zufügen, bis die passende Konsistenz erreicht ist. Ggf. wird nicht das ganze Wasser verbraucht.
  • Wenn der Teig an den Händen klebt, kannst du die Hände immer wieder in das Restwasser eintauchen und dann weiterkneten.
  • Den Teig je nach verwendeter Hefemenge ruhen lassen:
    1 g Hefe: 24 Stunden
    6 g Hefe: 10 – 12 Stunden
    20 g Hefe: 1 Stunde
  • Bei den längeren Ruhezeiten, den Teig etwa alle 4-8 Stunden dehnen und falten:
  • Teig von allen Seiten nacheinander in die Länge ziehen und über sich selbst schlagen.
  • Ausreichend Bratöl in eine Pfanne geben. Die Brote sollten schwimmen können, wenn sie gleich darin baden gehen.
  • Pfanne erhitzen, aber nicht zu heiß, eher obere Mittelstufe, da ist ja jeder Herd anders.
  • Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und in 10 Teile teilen. Hände mit Olivenöl einölen und aus den Teilen erst Kugeln formen und diese dann zu ca. 1 cm dicke Fladen ziehen oder ausrollen.
  • Fladen sofort in das heiße Öl geben und 2-3 Minuten von jeder Seite goldbraun frittieren.
  • Die fertigen Fladen auf Küchenkrepp etwas abkühlen lassen, dann mit der Knoblauch-Creme bestreichen und mit Frischkost belegen.
  • Knoblauch-Creme
  • Kräuter feinhacken, Knoblauch schälen und pressen und alle Zutaten miteinander verrühren.

Hinweise und Tipps

  • Crème fraîche und Schmand sind zwar Milchprodukte, enthalten jedoch nur einen sehr geringen und zu vernachlässigen Anteil an tierischem Eiweiß. 
    Selbstverständlich kannst du auch vegane Ersatz-Produkte verwenden, beachte jedoch, dass die gekauften meistens aus industriell hochverarbeiteten Zutaten bestehen und somit nicht vollwertig sind. Idealerweise bereitest du dir deinen Schmand- und Crème-Ersatz z.B. aus gemixten Cashew-Nüssen oder weißem Mandelmus selbst zu. 
  • Der Original-Lángos-Belag besteht neben der Knoblauch-Creme u.a. aus geriebenem Käse. 
    Wer nicht ganz auf tierisches Eiweiß verzichten muss / will, kann diesen natürlich verwenden. 
    Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt:
    Rucola, Tomate, Gurkenscheiben, Babyspinat, Möhrenraspel, Sprossen & Microgreens, gebratene Räuchertofu-Würfel, frische Kräuter … 
  • Die Fladenbrote können in einer verschlossenen Dose einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn du sie dann im Toaster aufbäckst, schmecken sie wie frisch zubereitet.
  • Das restliche Frittieröl kann weiterhin zum Braten verwendet werden.
    Fülle es mit Hilfe eines Trichters in die Original-Flasche (oder eine andere Flasche aus dunklem Glas) zurück und siebe dabei mit einem feinen Sieb oder Kaffeefilter die festen Bestandteile ab.

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren!

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